
Malweise
Wie entsteht ein Bild von Alexander Fey? Und welche Kunststile helfen dabei, seine Technik in Worte zu fassen?
Die Arbeitsweise
Alexander Fey malt seine Bilder vollständig mit Acrylfarben fertig. Erst danach zieht er die Zeichnung bzw. die Konturen mit einem Edding-Stift über die bereits fertige Acrylmalerei. Die schwarzen Linien liegen also nicht unter, sondern über der Farbe – ein bewusster letzter Arbeitsschritt, kein vorgezeichnetes Gerüst.
Vergleichbare Stilrichtungen (redaktionelle Einordnung)
Die folgende Einordnung ist eine recherchierte, redaktionelle Beobachtung zum Vergleich – keine Aussage Alexander Feys zu seinen eigenen Einflüssen. Er beantwortet Fragen zu seiner Technik gerne persönlich.
Cloisonnismus
Der Begriff wurde Ende des 19. Jahrhunderts u. a. für Bilder von Paul Gauguin und Émile Bernard geprägt: große, klar begrenzte Farbflächen, von kräftigen dunklen Konturen umrandet – die Bildwirkung erinnert an mittelalterliche Glasmalerei und Email-Technik (daher der Name, von französisch „cloison" = Zelle, Kammer).
„Ligne claire" im Comic
In der Comic-Tradition (bekannt u. a. durch Hergés „Tim und Struppi") bezeichnet „ligne claire" – klare Linie – gleichmäßig starke, schraffurfreie Konturen, die für maximale Lesbarkeit sorgen und Farbflächen klar voneinander abgrenzen.
Was das für Alexanders Bilder bedeutet
Erst vollflächige Acrylmalerei, dann eine nachträglich gezogene, gleichmäßig kräftige Konturlinie: Dieses Vorgehen erzeugt einen ähnlichen visuellen Effekt wie Cloisonnismus und „ligne claire" – kräftige schwarze Linien, die die Farbflächen zusammenhalten und den Bildern eine plakative, leuchtende Wirkung geben. Das heißt nicht, dass Alexander Fey diese Stile bewusst zitiert; die Ähnlichkeit hilft aber, seine Technik in bekannten Begriffen zu beschreiben.
Quellen zur Einordnung: Cloisonismus – Wikipedia, Der Cloisonismus in der Malerei.